20181019
100 Jahre Heinrich Böll

Heinrich-Böll-Schule Fürth

Wir geben Zeit zur individuellen Entwicklung!

Größte Unterrichtsstunde. Achtklässler der Heinrich-Böll-Schule beteiligen sich an der größten Unterrichtsstunde weltweit, die sich mit den globalen Zielen für eine nachhaltige Entwicklung beschäftigen.

Die größte Unterrichtsstunde der Welt

Mit dabei: Schüler der Heinrich-Böll-Schule / Bildung für nachhaltige Entwicklung

 


José hat sich das 14. der insgesamt 17 globalen Ziele, nämlich „Leben unter dem Wasser“, vorgenommen. Er thematisiert die Verschmutzung der Meere durch den Müll der Menschen. Der Achtklässler der Heinrich-Böll-Schule konstruiert einen kurzen Zeichentrickfilm. Zwei Fische unterhalten sich über die Verschmutzung ihres Lebensraumes. Schulleiter Alexander Hauptmann, der den Wahlpflichtunterricht Informatik leitet, ist sichtlich angetan vom Inhalt und der Ausgestaltung des Films. José selbst strahlt vor Freude und seine Mitschüler nicken anerkennend ob des gelungenen Werkes.

Sie haben sich andere globale Ziele ausgesucht, beispielsweise die Themen „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, „Hochwertige Bildung“ oder „Erneuerbare Energie“. Die Jugendlichen sind Teil eines Projektes und Mitgestalter der größten Unterrichtsstunde der Welt, der „World’s Largest Lesson“. Sie existiert seit September 2015. In diesem Jahr wurden die „Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung“ festgelegt. Die Initiative möchte alljährlich Kinder und Jugendliche mit den globalen Zielen in mehr als 130 Ländern der Erde vertraut machen.

Ziel ist es, ein gemeinschaftliches globales Bewusstsein für die Probleme unserer Zeit respektive deren Lösung zu schaffen, um sich dem Ziel der Verwirklichung der Ziele im Jahr 2030 zu nähern. „Das Hessische Kultusministerium unterstützt dieses Projekt, da es eine klare Ausrichtung des schulischen Lebens auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung einfügt“, betont Schulleiter Alexander Hauptmann. Für ihn war schnell klar, dass auch die Heinrich-Böll-Schule ihren Beitrag zu dieser größten Unterrichtsstunde der Welt liefern sollte.

„Es gilt“, so der Schulleiter ausführend, „dass wir als Schule Verantwortung für die globalen Ziele übernehmen.“ Nur dadurch bestehe die Chance, die Herausforderungen zu meistern und die 17 Ziele zu erreichen, konstatierte Hauptmann. Kultusminister Professor Dr. Alexander Lorz spricht sogar von einem „wichtigen und vielversprechenden Baustein auf dem Weg der Schulen zu mehr globaler Verantwortung“.

Der versierte Informatiker verknüpft die Teilnahme an der größten Unterrichtsstunde mit der Förderung der Medienkompetenz der Schüler. Mit Hilfe neuer Medien bearbeiten die Schüler die Themen und realisieren aufschlussreiche Präsentationen. Die Schüler des Wahlpflichtunterrichtes sind mittlerweile IT-Spezialisten, die Programmierungen vornehmen und auf modernste Weise diese Initiative mit Leben erfüllen. Bestes Beispiel dafür ist Josés Film, der sehr unterhaltsam, aber gleichermaßen auch sehr betroffen machend zum Ausdruck bringt, welche Auswirkungen es hat, wenn unser Müll achtlos in den Ozeanen landet.