20181107
100 Jahre Heinrich Böll

Heinrich-Böll-Schule Fürth

Wir geben Zeit zur individuellen Entwicklung!

Eine „echt abgefahrene“ Autorenlesung

Hans-Jürgen Feldhaus zu Gast an der Heinrich-Böll-Schule / Zeichnungen illustrieren Geschehen


Zwei, drei, vier schwungvolle Striche und schon ist das vorwitzige Gesicht von Quinn zu erkennen: Hans-Jürgen Feldhaus schreibt nicht nur lustige und spannende Jugendbücher, er illustriert das Geschehen obendrein mit treffenden Zeichnungen. Schüler der Jahrgänge 6 bis 9 der Heinrich-Böll-Schule, rund 150 Kinder und Jugendliche, waren begeistert und fasziniert zugleich von den zeichnerischen Fähigkeiten und der Ausdrucksstärke des Autors, der die Kommunikation mit seinem jungen Publikum geradezu suchte und herauskitzelte.

Autorenlesungen sind an der integrierten Gesamtschule in Fürth keine Seltenheit. Das Mediotheksteam um Oberstudienrätin Silvia Hantke lädt in regelmäßigen Abständen Schriftsteller ein. „Autoren sollen für die Schüler keine unbekannten Wesen sein, die irgendwo in einer staubigen Kammer sitzen und ihre Gedanken zu Papier bringen. Unsere Schüler sollen Schriftsteller leibhaftig erleben, aus ihrem Munde hören, wie ein Buch entsteht und dadurch Interesse an den Werken bekommen“, fasst die Lehrerin die Intention der Schule zusammen.

Dass die Idee des Teams der Mediothek  auch umgesetzt werden kann, bedarf es natürlich finanzieller Mittel. Die jüngste Autorenlesung mit Hans-Jürgen Feldhaus wurde zum einen der Förderverein der integrierten Gesamtschule, und zum anderen der Böedecker-Kreis Friedrich gesponsert. „Beide Institutionen haben den Schülern dieses besondere Erlebnis ermöglicht“, betonte Silvia Hantke, verbunden mit einem Wort des Dankes.

Der Autor selbst ging voller Elan seine Lesestunden an. Für die achten und neunten Klassen wählte er sein Werk „Fünf auf Crashkurs“, das im Mai dieses Jahres erschien. Geschildert werden die turbulenten Geschehnisse einer zehnten Klasse auf ihrer Abschlussfahrt in Südfrankreich. Im Buch „Genial verzockt“, das der Autor für die siebten Klassen wählte, lädt ein Lehrer seine Schüler zu einem Survivaltraining ein. Niemand hat großen Bock darauf, aber alle machen mit. Im Buch „Echt abgefahren!“, dem ersten Roman des Autors, wird die Feriengeschichte des Jungen Jan Hensen erzählt.

Im Anschluss an die Lesungen hatten die Schüler ausreichend Zeit, um Hans-Jürgen Feldhaus mit Fragen zu löchern. Für großen Spaß sorgten seine Comic-Portraits einiger Schüler, die sie sogar als Erinnerung mitnehmen durften. Damit nicht genug: Keiner der Schüler ging leer aus. Feldhaus signierte Autogrammkarten und skizzierte darauf witzige Comics.  Einige Kinder und Jugendlichen waren derart begeistert, dass sie spontan ein Buch kauften und es umgehend signieren ließen. Dafür hatte Anja Röder von der Buchhandlung Valentin gesorgt.