20190205
100 Jahre Heinrich Böll

Heinrich-Böll-Schule Fürth

Wir geben Zeit zur individuellen Entwicklung!

Eine Rose und ein Dankeschön für die Gastfreundschaft

Französische Schülergruppe weilte an der Heinrich-Böll-Schule / 45jährige Schulpartnerschaft

 

Emmanuel Macron benötigte bei einer Rede in Berlin Hilfe von seiner Verteidigungsministerin Sylvie Goulard bei der Aussprache einiger Sätze in deutscher Sprache und das, obwohl Frankreichs Präsident Deutsch in der Schule lernte. Bundeskanzlerin Angela Merkel beherrscht die französische Sprache nicht viel besser. Wohl gerade deshalb verpflichteten sich der Präsident und die Kanzlerin im Aachener Vertrag, dass der Erwerb der Partnersprache in den Schulen ihrer Länder nicht nur gefördert, sondern die dass die Zahl der Schüler „erhöht“ werden soll. Genau dieser Aufgabe kommen die Heinrich-Böll-Schule und ihre Partnerschulen im französischen Thizy seit 45 Jahren nach. In der vergangenen Woche weilten wieder 17 Schüler und zwei Lehrer an der integrierten Gesamtschule und erlebten ein abwechslungsreiches Programm.

Wie wichtig der Austausch und die Zusammenarbeit der Schule und der Gemeinde Fürth ist, zeigt sich am vergangenen Mittwoch: Nicht nur die jungen Freunde aus Frankreich und deren Gastgeber waren zu einem geselligen Mittagessen in der Mensa zusammengekommen, auch Bürgermeister Volker Oehlenschläger, die Vorsitzende des deutsch-französischen Freundeskreises, Monika Bräumer, Ursula und Edgar Schwarzer, die französische Pädagogen beherbergen, Schulleiter Alexander Hauptmann und Stufenleiterin Astrid Schulze Icking unterstrichen mit ihrer Anwesenheit die Bedeutung der Kooperation.

Oberstudienrat Sven Spottka, der maßgeblich für die Organisation und die Durchführung des Austauschs verantwortlich war, begrüßte die Gäste. Er ging in seiner kurzen Rede auf das Programm ein und hob die positiven Aspekte der Schulpartnerschaft hervor. Natürlich erwähnte Spottka auch das 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft von Fürth und Thizy, das in diesem Jahr gebührend gefeiert wird.

Schulleiter Alexander Hauptmann sprach davon, dass die beteiligten Schulen „alles tun werden, dass der Austausch auch in Zukunft bestehen bleibt.“ Sein Dank galt den Fachschaften in beiden Ländern für das Engagement und die enormen Mühen bei der Realisierung der Fahrten. Ein Wort des Dankes ging auch an die Adresse der Gasteltern, die den Schülern eine angenehme Zeit gestalteten.

Fürths Bürgermeister Volker Oehlenschläger, ein Förderer der Partnerschaft, drückte seine Freude darüber aus, dass es jungen Menschen möglich sei, die Sprache, das Land und die Kultur eines Nachbarlandes kennenzulernen. Er nutzte die Möglichkeit, die Freunde aus Frankreich zu den Jubiläumsfeierlichkeiten im Rahmen des Johannismarktes einzuladen.

Seit mehreren Jahrzehnten kommt die Lehrerin Michèle Blandin nach Fürth. Bei der Pädagogin spürt man die Liebe zur deutschen Sprache, die sie gerne auf viele Schüler übertragen möchte. „Es müssten noch viel mehr französische Schüler die deutsche Sprache lernen“, erklärte Blandin im privaten Gespräch. In ihrer Ansprache dankte sie den Fürther Kollegen für die „sehr schöne Woche“ und die herzliche Gastfreundschaft. Begleitet wurde sie von ihrem Kollegen Pascal Durand.

Nach dem kurzen offiziellen Teil ließen sich die französischen Freunde und ihre deutschen Gastgeber eine typische Odenwälder Spezialität schmecken: Schnitzel mit Kochkäse. Die leeren Teller machten deutlich, dass die Speise den Gourmets aus dem Nachbarland mundete. Am Ende überreichten sie ihren deutschen „Corres“ eine Rose als Zeichen der Dankbarkeit für die herzliche Aufnahme und die unterhaltsamen Tage im Odenwald.

Das Programm ließ keine Wünsche offen: Höhepunkte waren der Besuch des Freizeitbades „Miramar“, auf das sich die französischen Jugendlichen besonders freuten, und eine Tour nach Mannheim verbunden mit einem Besuch des Kinos. Klar, dass die Jugendlichen auch die Quadratstadt erkundeten und die Zeit zum Shoppen nutzten.

Mit Wehmut aber auch mit Vorfreude verabschiedeten sich die Gäste am vergangenen Freitag. „Wir hatten sehr viel Spaß. Das Programm war spitze, besonders der Besuch im Freizeitbad“, schwärmte eine französische Austauschschülerin in fast makellosem Deutsch. Im März reist eine Schülergruppe der Heinrich-Böll-Schule zum Gegenbesuch nach Thizy. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron wären begeistert von der Schulpartnerschaft zwischen der HBS und den Schulen in Thizy, die Abkommen wie den Aachener Vertrag mit Leben erfüllt und zu einer engen Völkerfreundschaft beiträgt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutsch-französische Freundschaft. Seit 45 Jahren existiert eine Schulpartnerschaft zwischen der Heinrich-Böll-Schule und den französischen Schulen der Partnerstadt Thizy. Zu einem gemütlichen Beisammensein waren auch Vertreter der Gemeinde und des Freundeskreises erschienen.